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Was ist Yoga?

Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Vereinigung. Das Bewusstsein wendet sich nach innen und begibt sich auf die Reise zu sich selbst. Ausgangspunkt und Ziel ist die Erfahrung der Einheit aller Seinsformen. Das Erleben dieser Einheit wird als tiefes Glück erlebt, das forschende Bewusstsein erlebt sich als Urgrund dieser Einheit. Der Zustand, in dem diese Erfahrung möglich wird, heißt Samadhi.

Yoga ist die Befreiung der individuellen Seele (Atman) von den Illusionen (Maya), um die göttliche Natur (Brahman) erfahrbar zu machen. Die Yogasutras von Patanjali sind eine der ältesten Überlieferungen der Yogatradition und Grundlage aller heutigen Yogarichtungen. Patanjali schreibt: "yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ – Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen."

Die erste Begegnung findet mit dem Körper statt. Die Körperübungen, Yoga Asanas, sind der bekannteste Teil des Yoga. Es ist schwer, mit einem verspannten Körper die Disziplin und die Innenschau zu erreichen, die es ermöglichen, sich immer tiefer in das eigene Wesen hinein zu bewegen. Daher beginnen wir, indem wir mit Hilfe von Asanas Spannungen lösen, so dass der Fluss von Energie (Prana) im Körper fühlbar wird. Durch die Vorwärts- und Rückwärtsbeugungen wird die Wirbelsäule mobilisiert. Du spürst, wie Muskeln und Sehnen auf Vorder- und Rückseite des Körpers miteinander verbunden sind von den Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln. Durch den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung kann es gelingen, die Ruhe der Entspannung während einer anstrengenden Körperübung zu erleben und die Wachheit der Übung mit in die Tiefe der Entspannung zu nehmen.

Wir setzen unseren Weg fort, indem wir die Energien unseres Körpers, das Prana, mit Hilfe von Atemübungen, dem Pranayama, erkunden. Wir lernen, die Ebenen unseres Atmungssystems zu nutzen, um Prana aufzubauen und zu halten. Vom Atemvolumen über die Speicherfähigkeit unseres Blutes bis hin zu den feinstofflichen Pranaebenen erfahren wir mit fortschreitender Praxis Bewusstheit und Vitalisierung.

In der Meditation verwenden unsere körperlichen Fortschritte und die erlangte Pranakontrolle, um in einen Zustand der tiefen Versenkung und des Friedens einzutreten. In diesem Zustand wird es möglich, die Einheit aller materiellen Formen zu erfahren. Wir fühlen unsere Einheit mit dieser Kraft und entwickeln eine tiefe Liebe zu allen Daseinsformen.

Karma

Die Yogapraxis erzeugt Karma, welches das Eintreten des Samadhi Zustandes (des Zieles des Yoga) begünstigt. Jahrtausende empirischer Forschung haben ein System aufeinander aufbauender Handlungen hervorgebracht, welche einander gegenseitig verstärken und uns den erwünschten Erfahrungen näher bringen. Auch wenig Praxis erzeugt bereits Karma, welches sich in diesem Leben, im nächsten Leben oder im Leben unserer Nachfahren und Mitmenschen positiv auswirkt. Gleichzeitig kann die Yogapraxis negatives Karma abmildern und sogar vollständig verbrennen.

Das Wort "Karma" bedeutet Handlung. Jeder unserer Lebensumstände ist Teil unseres Karma und Folge vergangener Handlungen. Jede Handlung hat neue Folgen in der Zukunft und erzeugt neues Karma.

Unser Karma kann Folge eigener Handlungen in diesem Leben sein. Es gibt aber offensichtlich auch Karma, das uns trifft, ohne dass wir es in diesem Leben verursacht haben. Eng verknüpft mit dem Karma Begriff ist der Glaube an Reinkarnation, so dass die Ursache solchen Karmas in eigenen Handlungen vergangener Leben gesucht werden kann. Wenn die eigene Religion keine Reinkarnation einschließt, kann die Ursache aber auch in Handlungen der eigenen Vorfahren oder den Handlungen einer Gruppe von Personen liegen.

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